 |
Am Anfang steht eine zarte, poetische Liebesgeschichte: Marie von Brunnow (1826-1911), Literaturliebhaberin und Antikenfan, glühende Pazifistin und frühere Sozialistin, stellt ihrem verehrten Dichter nach: Hermann Kurz (1813-1873), sprichwörtlicher "armer Poet", begabter, aber erfolgloser Schriftsteller ("Schillers Heimatjahre" und "Der Sonnenwirt" sind seine beiden großen Romane), Lyriker, Übersetzer, Demokrat, politischer Redakteur im bedeutendsten Oppositionsblatt des Königreichs Württemberg.
Dieser Verbindung entsprießen vier Söhne - Edgar (1853-1904) und Alfred (1855-1905) werden Ärzte; Erwin (1857-1931), Bildhauer und Akademieprofessor in München, hinterläßt eine Reihe Skulpturen auf Münchens öffentlichen Plätzen; der seit seiner Kindheit kränkliche Balde (1860-1882) - und die Tochter Isolde (1853-1944), die den Traumberuf von Vater und Mutter ergreift: den einer erfolgreichen Dichterin. Unvergeßlich sind die Novellen von Isolde Kurz aus der Zeit der Renaissance in Florenz ("Florentiner Novellen"), ihre Erzählungen ("Vom Strande"), ihre Romane ("Vanadis") und ihre wortgewaltigen Gedichte.
Lebensstationen der unkonventionellen Familie Kurz sind Stuttgart, Oberesslingen, Kirchheim/Teck, Tübingen, Florenz und München.
370 S. HC |
 |
|