«Ich möchte den Menschen von meiner Fröhlichkeit, Heiterkeit, Ehrlichkeit und Kraft
weitergeben, die ich habe. Ich denke, dass das ein grosser Teil meiner «Lebensaufgabe» ist.
Weisst du, was ich meine? Es fragen sich ja viele Menschen, was ihre Lebensaufgabe ist. Ich
denke, dass dies ein Teil von meiner Lebensaufgabe ist, aber noch Vieles mehr – etwa mein
eigenes Buch zu verfassen und den Ärzten noch mehr über diese neue und unbekannte
Situation mitzuteilen …
Über den Tod denke ich positiv. Ich hoffe, dass ich dann auf die Leute, meine Familie, meine
nächsten Bekannten, aufpassen kann. Mami sagte zu mir: Wenn du jetzt gehen musst, dann
werde ich mit dir kommen. Ich sagte zu ihr: Nein, du musst dann auf Papi, Domi und Chrigi
aufpassen, und ich werde von «oben herab» auf euch aufpassen. Ich stelle mir den Tod als ein
schönes «Erlebnis» vor. Von allem erlöst zu werden, von den Schmerzen, dem Leid.
Wie ich mein Leben gestalten möchte, davon habe ich dir schon oben ein paar Dinge erzählt:
Leuten Zuversicht, Mut, Kraft, Fröhlichkeit etc. beibringen und zeigen, dass es in der
schlimmsten Situation immer ein «Ausweg» gibt.
Gerne möchte ich mehr reiten gehen, an meinem Buch weiter schreiben und endlich damit
fertig werden, ein wenig mehr basteln und etwas mehr mit meinen Freunden unternehmen.
Das wären meine grössten Träume.
Was mir Zuversicht gibt, sind die Leute, die ich um mich habe, schöne Dinge mit ihnen zu
erleben und vor allem an Gott zu glauben. Die Kirche sagt mir nicht wirklich viel. Doch
immer wenn ich zu Bett gehe, nehme ich eine Medaille in die Hand und darauf ist Maria zu
sehen. Ich bete fast jeden Abend zu ihr.
Wenn du könntest, würdest du nicht auch irgendwo dein Leben realistisch verändern wollen?
Vertraust du auf Gott?»
Steffi Gmür