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In 44 autobiographischen Skizzen schildert der Zeitzeuge Hans Rotter Leben und Befindlichkeiten der einfachen Menschen vor und während des Nationalsozialismus.
In seiner außergewöhnlichen Erzählung berichtet der Autor über die Erlebnisse eines heranwachsenden Vorstadtkindes, das sich Fragen zum Geschehen der Zeit stellt. Rotter gewährt dem Leser mit seinen autobiographischen Darstellungen einen Einblick in seine und seiner Mitmenschen Gefühls- und Erlebniswelt. Anschaulich beschreibt er, wie sich der anfänglich überwältigende Jubel und die taumelnde Freude über den Anschluß an Hitlerdeutschland innerhalb kurzer Zeit in Ohnmacht und Resignation verwandeln. Der Einzelne ist der Obrigkeit machtlos ausgeliefert, Angst und Mißtrauen sind die vorherrschenden Empfindungen. Keiner bleibt vom Zeitgeist verschont. Dem Leser werden faszinierende Einblicke in die Seele der Wiener Vorstadtbewohner dieser Zeit gewährt. Er findet sich in der Vergangenheit wieder, dessen Realität er sich nicht entziehen kann. Ein unverzichtbares Buch.
172 S. SC |
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