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Die zum Greifen nah gerückte Erfüllung des Traumes vom Fliegen begeisterte von Anfang an. Am 15. Oktober 1909 flog die Französin Raymonde Delaroche als erste Frau der Welt mit einem Zweidecker 300 Meter weit. Zwischen 1910 und 1914 mmachten weltweit vierzig Frauen den Pilotenschein. Sie nahmen an Flugmeetings teil, an Kunstflugvorführungen, an Langstreckenflügen und nahmen es an Kampfgeist und Wagemut mit ihren männlichen Kollegen auf.
Fliegen in all seinen Varianten übte auf die Frauen der Aufbruchzeit zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine geradezu symbolische Anziehungskraft aus. Kühne Ballonfahrerinnen, wie die in ganz Europa berühmte Käthe Paulus, wurden vom Flugfieber ebenso erfasst wie Melli Beese, die ihre Erfolg versprechende Ausbildung zur Bildhauerin abbrach, um sich auf dem Berliner Flugplatz Johannisthal zur Fliegerin ausbilden zu lassen. Thea Rasche, Elly Beinhorn, Liesel Bach, Marga von Etzdorf und Hanna Reitsch begeisterten ihre Zeitgenossen mit sensationellen Flügen über Länder und Meere hin zu fernen Kontinenten und waghalsigen Kunstflugabenteuern. „Ich habe doch diese herrlichen, unabhängigen Jahre erlebt, als man am Himmel für sich alleine war“, erinnert sich Elly Beinhorn später wehmütig an jene Zeit, als der Himmel den Fliegerinnen gehörte und die Freiheit grenzenlos war.
Melli Beese – Thea Rasche – Marga von Etzdorf – Elly Beinhorn – Liesel Bach – Thea Knorr – Hanna Reitsch – Amelia Earhart
Die Autorin
1943 in Lübeck geboren, erlernte Jutta Rebmann den Beruf der Buchhändlerin und Antiquarin. Nach Lehre und ersten Berufsjahren folgte ein einjähriger Aufenthalt auf einem französischen Schloss in der Nähe von Paris als Mutterersatz bei vier kleinen Kindern. Nach Deutschland zurückgekehrt, verdiente sie sich erste literarische Sporen als Werbeleiterin eines schwäbischen Jugendbuchverlages. Inzwischen sind ihre Reportagen und Kurzgeschichten in zahlreichen Zeitungen und Zeitschriften im gesamten Bundesgebiet erschienen. Außerdem ist die Autorin in vielen deutschen Städten mit Lesungen und Vorträgen hervorgetreten. Jutta Rebmann lebt in Böblingen und ist leidenschaftliche Sammlerin von alten Puppen und Spielzeug. Im Frühjahr 2000 hat sie die gemeinsam mit ihrem Mann, dem Journalisten Walter Rebmann, zusammengetragene Sammlung der Stadt Calw als Grundlage für ein dort neben dem Hermann-Hesse-Museum entstehendes Spielzeugmuseum geschenkt. Im Stieglitz-Verlag erschienen von der Autorin: „Die schöne Friederike“, „Fanny Mendelssohn“, „Julie Gundert“, „Angelika Kauffmann“, „Die Prinzessin“, „Frauen machen Geschichte(n)“.
320 S. HC |
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