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Gesellschaftskritik, wie sie die Theorie der Zivilgesellschaft übt, sitzt in ihrem Kern dem “Schein der Zirkulation” auf. Indem sie zwei sich ausschließende Prinzipien - kapitalistisch organisierte Produktion und selbstbestimmte, demokratische Verkehrsformen - miteinander versöhnen will, bewegt sie sich innerhalb der Grenzen des polizeilich Erlaubten und des logisch Unerlaubten (Marx). Die Kritik von Nadja Rakowitz zielt auf das gesellschaftliche Zentrum dieser Vorstellung, die ideologische Sphäre der Zirkulation und die ihr gemäße Form der einfachen Warenproduktion. Sowohl die Utopien der Frühsozialisten, wie etwa Proudhon, als auch die aktuelle politische Ökonomie reproduzieren diese Ideologie, der zufolge voneinander unabhängig produzierende Individuen sich erst im Tausch gesellschaftlich gegenübertreten. Erst die marxsche Wertformanalyse als Kritik prämonetärer Werttheorien durchbricht diesen Schein der bürgerlichen Gesellschaft.
Inhalt:
Einfache Warenproduktion - Genese einer Vorstellung P.-J.Proudhons Utopie von Freiheit und Gleichheit
Proudhon-Kritik am Anfang der Grundrisse
Am Anfang war die Ware
Exkurs I: Abstrakte Arbeit
Die Wertform oder der Tauschwert
Das Geld
Exkurs II: Religion des Vulgären - Silvio Gesells “ Natürliche
Wirtschaftsordnung”
Zur Kritik der einfachen Zirkulation als Totalität
Exkurs III: Ziviler Kapitalismus - der verschönerte Schatten der bürgerlichen Gesellschaft
Die große Industrie
Die Zirkulation des Kapitals
Die drei Figuren des Kreislaufprozesses
Die Autorin: Nadja Rakowitz lebt in Frankfurt und promovierte mit dieser Arbeit bei Joachim Hirsch und Helmut Reichelt
390 S. SC |
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