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Ein freies Herz wohnt in meiner Brust, ich diene niemandem und gehöre nur mir selbst“, diese Zeilen der Dichterin Moderata Fonte aus dem 16. Jahrhundert zeigen, wie mutig und selbstbewusst sich die hier dargestellten Venezianerinnen in einer von Männern bestimmten Welt behaupteten und – obwohl vielfach verleugnet – unbeirrt ihren Weg gingen, sich für die Rechte der Frauen einsetzten oder als Künstlerinnen Anerkennung fanden.
Der Wahl-Venezianerin Vera Morelli ist es gelungen, in spannenden Portraits Leben und Werk der „großen Frauen der Serenissima“ ans Licht zu holen und ihnen so den ihnen gebührenden Platz in der Geschichte der Repubblica di San Marco (948 n. Chr. – 1797) zu sichern. Der Leser wird nach der Lektüre dieses Buches Venedig mit anderen Augen sehen.
Die Autorin
Vera Morelli ist in Norddeutschland geboren und aufgewachsen, sie lebte als junge Frau viele Jahre in Italien und ließ sich mit ihrer Familie 1968 in Karlsruhe nieder, wo sie zwei Jahrzehnte lang verhaltensgestörte Kinder in den musischen Fächern unterrichtete. Als Feministin der ersten Stunde und Wahl-Venezianerin begann sie in den siebziger Jahren ihre Nachforschungen über die großen Frauen der Serenissima und musste bald feststellen, dass sie entweder völlig ignoriert oder nur am Rande mit wenigen, meist abwertenden Sätzen erwähnt wurden. Sie beschloss, dem Leben und Werk dieser Frauen nachzugehen und ihnen damit den ihnen gebührenden Platz in der Geschichte der Repubblica die San Marco zurückzugeben.
267 S. HC |
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