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 29.50CHF  Michèle Combaz Thyssen, Der Schlüssel des Scarabäus
[Artikelnummer: 978-3-907860-01-4]
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Niemals hätte sich Mira erträumt, ein solch haarsträubendes Abenteuer zu erleben. Eine Heldin wird gebraucht, die allen Gefahren trotzt und die Welt von der Herrschaft eines bösen Zauberers befreit. Die Mission besteht darin, den Schlüssel zu finden, den Schlüssel des Scarabäus...

Leserschaft: Jugendliche ab 12 Jahren, Erwachsene

wird vom Verlag direkt ausgeliefert. Lieferbereit in 3 bis 4 Arbeitstagen

Der Schlüssel des Scarabäus

«Wer seid ihr?», fragt Mira mit fester Stimme. «Barakina tuluraba simuta», brummt der eine

Kerl mürrisch. Die seltsamen Wesen tragen Stielaugen auf dem Kopf, wie Schnecken, und

ihre vier Arme fuchteln nervös herum. In ihrer Form erinnern sie an Birnen, aber die Haut ist

fleckig und ledrig wie bei einem Drachen. Sie haben auch vier Füsse und zwei Nasen. Trotz

ihrer ungewöhnlichen Erscheinung sehen sie recht ulkig aus. Mira muss ein Kichern

unterdrücken, während Beat begeistert eine Ähnlichkeit mit den Figuren aus seinem

Lieblingsroman feststellt: «Ihr seht ja aus wie die Wbrurben aus Tirbuwraka!» Die beiden

mustern ihn fragend, erwidern aber nichts. «Was wollt ihr hier, wolltet ihr uns etwa

überfallen?», setzt Mira das Verhör fort. «Vergiss es, die sprechen nicht unsere Sprache»,

flüstert ihr Felix ins Ohr.

«Aratila simakata mirabu», spricht sie Beat plötzlich an. Die beiden glotzen noch verdutzter,

doch dann antwortet einer: «Karisida luruwabu», worauf Beat nickt: «Das sind tatsächlich

Tirbuwrakaner! Unglaublich, die gibt es wirklich!» - «Wieso sprichst du ihre Sprache?», fragt

André verdutzt. «Im Anhang dieses Buchs ist ein kleiner Sprachkurs, den ich spasseshalber

verfolgt habe», entgegnet Beat leicht verlegen. «Ich dachte, bei einem Treffen im Fanclub

könnten wir uns auf Wbrurbisch unterhalten!» - «Was haben sie gesagt?», will Felix

wissen. «Sie haben Befehle von ihrem Herrn, uns aufzuhalten», erklärt Beat. «Das verstehst

du alles? Nicht schlecht», tut Felix seine Bewunderung kund. «Und ich glaube, sie wollen uns

etwas zeigen», bemerkt Mira. Offensichtlich deuten die beiden Gefangenen in eine bestimmte

Richtung. «Los, folgen wir ihnen, aber haltet eure Schwerter gezückt», befiehlt Mira.

Langsam gehen sie zusammen mit den Wegelagerern um die Kurve, und weiter vorne führt

ein schmaler Pfad hinauf auf den Gipfel. Weit oben sind Steine aufgeschichtet wie ein

Mahnmal. Nach etwa zwanzig Minuten sind sie dort angelangt, und jetzt deutet der eine

Wburbe auf ein Fenster im Steinhaufen und spricht etwas Unverständliches. Beat übersetzt:

«Schaut hin! Da gibt es offenbar etwas zu sehen.» «Ich schau mal nach, haltet hier die

Stellung», spricht Mira und tritt zu dem Steingebilde. Die drei Männer bleiben dicht in ihrer

Nähe, was nicht anders möglich ist angesichts des Stricks, der die Seilschaft verbindet.

Vorsichtig streckt die Anführerin ihren Kopf in die Öffnung zwischen den Steinen, und es

scheint ihr, als blicke sie durch ein Fenster. Sie sieht eine Gegend, die ihr höchst vertraut ist.

Atemlos starrt sie durch das Steinfenster und erkennt ihre Heimatstadt, den See, die

berühmten Kirchen, die ein beliebtes Ansichtskartensujet sind, im Hintergrund die Berge.

Wie durch ein Teleobjektiv betrachtet, treten die Häuser immer näher, doch jetzt sieht Mira,

das hier etwas nicht stimmt: Die Gebäude wirken verfallen, kein Mensch ist auf den Strassen

unterwegs. Es sieht aus wie nach einem Atombombenangriff!

Michèle Combaz Thyssen

Der Schlüssel des Scarabäus

ISBN 978-3-907860-01-4, 400 Seiten

www.sistabooks.ch

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