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Ludwig Bechstein
Bearbeitet von P. Dietlinde Draskóczy
Bechsteins Märchen kennt man – oder vielleicht doch nicht? Wie die Gebrüder Grimm hatte er es sich zur wichtigen Aufgabe gemacht, den deutschen Märchen- und Sagenschatz zu sammeln und zu verbreiten.
Eine Auswahl dieses umfangreichen Schaffens, 15 Märchen, enthält der zur Frankfurter Buchmesse 2006 erschienene, wunderbar illustrierte Band des Schenk Verlags.
Damit sie auch die jungen Leser des 21. Jahrhunderts ohne fremde Hilfe verstehen können, wurden die Texte behutsam bearbeitet und leicht modernisiert. Dabei wurde besonderer Wert darauf gelegt, das besondere Flair und die »Altertümlichkeit« der bechsteinschen Originale beizubehalten. Die Rechtschreibung entspricht den Duden-Empfehlungen zur seit dem 1. August 2006 verbindlichen neuen deutschen Rechtschreibung.
Die zugleich modernen und historisch anmutenden Illustrationen sind das Werk der herausragenden ungarischen Illustratorin Katalin Szegedi. Die international tätige und anerkannte Künstlerin mit einem Magistertitel in Angewandter Grafik und Buchdesign wurde für eben diese Illustrationen, die sie für die ungarischsprachige Ausgabe von Bechsteins Märchen angefertigt hat, mit dem Preis »Das schönste Kinderbuch« ausgezeichnet.
Der Autor: Ludwig Bechstein
Der 1801 in Weimar geborene deutsche Schriftsteller und Dichter Ludwig Bechstein war bereits gelernter Apotheker, als er in Leipzig Geschichte, Philosophie und Literatur studierte. Später arbeitete er als Bibliothekar und Archivar. Er verfasste auch Balladen, Erzählungen und historische Romane, doch sein Hauptaugenmerk galt dem Sammeln zum Teil schon fast vergessener Volksüberlieferungen, um sie erneut zum Gemeingut des deutschen Volkes zu machen. Seine wichtigsten Märchen- und Sagensammlungen erschienen erstmals zwischen 1845 und 1856, mehrere Jahrzehnte nach der Erstausgabe der »Kinder? und Hausmärchen« der Gebrüder Grimm. Anders als seine berühmten Vorgänger brachte er nicht mündliche Erzählungen zu Papier, sondern stützte sich überwiegend auf bereits vorhandene schriftliche Quellen und Sammlungen. Die dort vorgefundenen Stoffe bearbeitete er, schmückte sie aus und änderte sie gelegentlich auch ab. Die so entstandenen Texte sind also keine originalen Volksmärchen, sondern eben Bechsteins Märchen, in seiner Auffassung, seiner Interpretation und seinem Stil neu verfasste Märchen.
64 Seiten, gebunden, 20 × 28,5 cm, durchgehend vierfarbig illustriert |
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