 |
Dieses Buch weist nach, daß der Antisemitismus nicht nur eine Beigabe zum modernen Djihadismus darstellt, sondern dessen Kern ausmacht. Im Zentrum steht die 1928 in Ägypten gegründete Organisation der "Muslimbrüder", die im Kontext der Weltwirtschaftskrise die Idee des kriegerischen Djihad und die Todessehnsucht als Leitideal des Märtyrers neu entdeckt und die wichtigsten gegenwärtigen Djihad-Bewegungen - al-Qaida und Hamas - maßgeblich inspiriert hat. Der antijüdische Wahn der Islamisten ist keinem metaphysischen "Bösen", sondern einer historisch und systematisch erklärbaren Sichtweise auf den Kapitalismus entsprungen. Er generiert einen antijüdischen Krieg, in welchem nicht nur alles Jüdische als Böse, sondern zugleich alles Böse als jüdisch halluziniert wird: Der "große Satan" wird nicht nur wegen seiner Unterstützung für Israel, sondern als das imaginierte Zentrum einer materialistisch-egoistischen (ergo: jüdischen) Weltordnung bekämpft.
Inhalt
Einleitung
I. Die Muslimbrüder und der Palästinakonflikt
Islamistische Avantgarde
Von der "Kunst des Todes"
Antideutscher Boykott
Antijüdischer Djihad
Die Muslimbrüder, der Mufti und der NS
Nashashibis gegen Husseinis
Die Heimstätte des NS
Krieg gegen Israel
II. Ägyptischer Islamismus von Nasser bis zur Gegenwart
Die Demütigung
Genosse Bruder Nasser
Islamismus unter Sadat
Einheit und Unterwerfung
Sayyid Qutb
Djihad gegen die Muslime
Islamisierung unter Mubarak
III. Der Djihad der Hamas
Islamistischer Terror im Gaza-Streifen
Die Charta der Hamas
El-Husseini und Arafat
Massenmord als Strategie
IV. Der 11. September und Israel
Bin Laden und die Muslimbrüder
Haß auf Amerika
Das antisemitische Fanal
Epilog: Der Mufti und die Deutschen
180 S. SC |
 |
|