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Die „Parteilinie“
„Seit meiner Zeit als Fußballer weiß ich, wie wichtig „Linien“ sind. Das gilt natürlich besonders für die „Torlinie“. Sie dient vor allem der Orientierung, denn jeder weiß, der Ball muss hinter diese Torlinie, alles andere ist unwichtig…..
Noch interessanter als die „Torlinie“ finde ich allerdings die „Parteilinie“. Das Dubiose bei dieser Linie ist, dass einige sie sehen können (behaupten sie jedenfalls) und einige nicht. Die, die die Parteilinie kennen, nennen sich die Parteioberen. Die anderen, die diese Parteilinie noch nie wirklich zu Gesicht gekriegt haben, sind eigentlich arm dran. Sie müssen den Parteioberen glauben und vorgeben, diese Linie auch in sich fühlen. Um aber ganz sicher zu gehen, müssen sie den Parteioberen auf dem Fuße folgen, ganz dicht und in kleinen Schritten; sie müssen den Rücken leicht nach vorne beugen, die Augen auf den Boden halten und so tun, als ob sie die imaginäre Parteilinie auch sehen. Dabei sollten sie sich ganz vorsichtig bewegen, damit sie ja nicht aus Versehen von der Parteilinie abkommen…..“
Gebunden mit 104 Seiten
22 schw.-w. Abb.
Format: 14 x 18 cm
1. Auflage 09.2008 |
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