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In Frau Bartschs Laden wurde vieles diskutiert – auch einiges, das nicht für die Ohren des jungen Angestellten bestimmt war. Da nützte es nichts, wenn sie mit ihren Kundinnen Französisch sprach. Der kleine Julian erriet, worum es ging. Frau Bartsch hatte einen Hauch von Glamour nach Obwalden gebracht. Als junge Offizierswitwe war sie aus Dresden in die Heimat zurückgekehrt, übernahm den «Merkur»-Laden bei der Kapelle und gehörte fortan zum Dorf. Sie bediente die Kunden, als ob sie eine religiöse Handlung vollziehen würde. Es waren die Zeiten, da Lehrer ihre Schüler noch ins Schulgefängnis warfen und Ladengehilfen mit einem Sack Konfekt entlöhnt wurden.
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Julian Dillier (1922-2001), arbeitete von 1969-1987 als Redaktor bei Radio DRS in Basel, zuletzt als Programmdirektor. Daneben war er Regisseur, Übersetzer und Autor von Theaterstücken. In der Folge wurde er vor allem mit pointierter Mundartlyrik, wie «Stimmrächt» (1984) und «Landsgmeindsgred» (1988) bekannt. Er setzte sich stets für andere Mundartdichter in Europa ein. 2001 wurde ihm posthum der Innerschweizer Kulturpreis verliehen.
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"Mit ihrer Liebenswürdigkeit, wie Dillier darin das nostalgische Bild eines Dorfes und seiner Persönlichkeiten entwirft, wird diese Geschichte zur schönsten Liebeserklärung, die je ein Autor an Sarnen gemacht hat."
128 Seiten, Hardcover
15 x 22 cm
ISBN 978-3-908713-90-6
sofort lieferbar
Neuauflage - 100. Publikation des Verlages
Bearbeitet von Lisa Hurter |
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