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(Coregonus suidteri) in artificially oxygenated Lake Hallwil, with special emphasis on larval mortality and sustainable management
Diss. ETH Nr. 13706 (Die Populationsdynamik von Felchen im künstlich belüfteten Hallwilersee, mit spezieller Berücksichtigung der Larvenmortalität und des nachhaltigen Fischereimanagements)
1961 führte ein Sauerstoffzusammenbruch im überdüngten Hallwilersee zu einem verheerenden Fischsterben. Die Hallwilersee-Felchen sind damals ausgestorben. Dank Besatz mit Felchenlarven aus dem Sempachersee konnte der Felchenbestand im Hallwilersee neu aufgebaut werden. Die Felchenlarven werden in Brutanstalten gefüttert, bevor sie in den See ausgesetzt werden. Um die Aufzuchttechnik zu verfeinern, wurden Fütterungsexperimente durchgeführt. Im Computermodell konnte gezeigt werden, weshalb die Fangerträge trotz Besatz schwanken.
Die Ergebnisse dieser Dissertation liefern neue Erkenntnisse zur Biologie und Ökologie der Hallwiler Felchen und die Grundlagen für die Arterhaltung und die fischereiliche Bewirtschaftung.
Die Dissertation ist in Englisch abgefasst (mit deutscher Zusammenfassung) und ist im Herbst 2000 erschienen.
wird vom Verlag direkt ausgeliefert. Lieferbereit in 3 bis 4 Arbeitstagen
Populationsdynamik von Hallwilersee-Felchen
Computersimulations-Modell SimBal 4.4 für den Hallwilersee (Schweiz)
Die Felchen ( Coregonus sp.) sind die wirtschaftlich wichtigste Fischart des Hallwilersees.
Wegen der Eutrophierung ist ihre Fortpflanzung stark beeinträchtigt. Dank künstlicher
Erbrütung, Aufzucht und Besatz ist dieses Problem entschärft worden (Müller, 1992).
Trotzdem fehlen in gewissen Jahren ganze Jahrgänge und führen zu starken
Ertragsschwankungen (Müller, 1993).
Die erste Lebensperiode ist für Felchen entscheidend (May, 1974). Um in Zukunft
Ertragsausfälle zu minimieren, ist es deshalb wichtig, die Mortalitätsfaktoren von
Felchenlarven zu kennen. Goodyear (1980) unterscheidet fischdichteunabhängige
(Zooplanktonquantität und -qualität, Klima, Fischerei) und fischdichteabhängige Faktoren
(Prädation, Kannibalismus, Intra- und Interspezifische Konkurrenz).
Im Computermodell simulieren Besatzzahlen und Zeitreihen der oben erwähnten
Mortalitätsfaktoren Jahrgangsstärke und Fischereiertrag. Zudem wurden 5 verschiedene
Faktorenkombinationen getestet.
Das beste Resultat ergab das Modell SimBal 4.4 (Abb. X): Das Gasblasensyndrom (GBS)
kann als Hauptursache für die schwankenden Jahrgangsstärken und Fischereierträge im
Hallwilersee angesehen werden. Ausserdem scheinen hohe Dichten an Phyllopoden starke
Jahrgänge zu begünstigen. Eine Regressionsanalyse ergab für die Jahrgangsstärke einen R 2-
Wert von 0.72 und für den Ertrag 0.58. Für beide Faktoren ist die Maisituation entscheidend.
Das Modell kann einerseits anhand der Besatz- und Wetterdaten Jahrgangsstärke und Ertrag
prognostizieren. Andererseits liefert es Ansätze, um die Besatzpraxis zu verfeinern: Erstens
könnten Vorsömmerlinge zurückbehalten werden, falls die Sichttiefe weniger als 1.5 m
beträgt (Ventling-Schwank, 1992). Dieser Parameter erlaubt die Abschätzung der
Algenbiomasse und daher des Risikos für das Auftreten des GBS. Zweitens könnte der Besatz
über den ganzen Mai verteilen werden, um die Gefahr eines Totalverlustes zu minimieren.
Goodyear, C. P. (1980): Compensation in Fish Populations. - Biological monitoring of fish:
special session at the 110th Annual meeting of the American Fisheries Society
(Louisville) 11: 253-280.
May, R. C. (1974): Larval mortality in marine fishes and the critical period concept: 3-19. -
Blaxter J. H. S. (Ed.), The Early Life History of Fish. Springer Verlag, Berlin.
Müller, R. (1992): Trophic state and its implications for natural reproduction of salmonid fish.
- Hydrobiologia 243-244: 261-268.
Müller, R. (1993): Einige fischereibiologische Aspekte von Seesanierungen. - Fortschr.
Fisch.wiss. 11: 43-56.
Ventling-Schwank, A. R. (1992): Reproduktion und larvale Entwicklungsphase der Felchen
( Coregonus sp.) im eutrophen Sempachersee. - Dissertation an der
Philosophischen Fakultät der Universität Zürich. |
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