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Hardcover mit 176 Seiten
Format: 17 x 21 cm
Bewegende Momente bei den größten Sportereignissen der besonderen Art
Von Amerika bis Zimbawe erzählen Schwule und Lesben von ihren Highlights bei den Gay Games in Sydney und den Eurogames in München. Spielerinnen und Spieler unterschiedlicher Nationen und Teams sind portraitiert dargestellt. Sachkapitel, wie Geschichte der Games, Organisation, Kultur und Politik, prominentes Vor- und Grusswort, Adresslisten und Facts runden das Buch ab. Viele der portraitierten Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind abgebildet.
Mit "Let the Games beGay" wollen wir die weltweiten Sportveranstaltungen, wie die Gay Games, Out Games und Eurogames bekannter und populärer machen und die gay community stärken und motivieren.
Schwule und Lesben schwimmen oder laufen nicht anders als Heteros, aber "wir genießen das Gefühl, dass wir bei diesen Spielen einmal in der Mehrheit sind", erklärt die österreichische Sportlerin Ulrike Lunacek ihre Begeisterung für die Gay Games. "Wir, die wir sonst als Minderheit betrachtet oder gar als ‚Randgruppe’ schräg beäugt werden, stehen einfach im Zentrum, sind sichtbar und haben Spaß an dieser Sichtbarkeit und am gemeinsamen Sporteln." Der australische Leichtathlet Rodney Croome schreibt über Sydney 2002: "Noch nie ist das Bekenntnis zu unserer schwulen Identität, unserer Kultur sowie unsere Kraft und Stärke klarer zum Ausdruck gekommen." Beide Statements beschreiben Themen, die sich wie ein roter Faden durch das gesamte Buch ziehen. Es geht um den inneren Zusammenhalt der Community und um die Forderung nach Toleranz und Akzeptanz nach außen.Aber neben diesen politischen Aussagen sind es vor allem die vielen persönlichen Geschichten und Anekdoten, die das Buch zu einem spannenden Lesevergnügen machen. So etwa, wenn Sängerin und Moderatorin Isabel Varell, die erst mit 40 Jahren ihr Interesse am Halbmarathon entdeckte, feststellen musste, das ihr Lauftempo bei den EuroGames in etwa dem eines 63-jährigen schwulen Mannes entsprach. Oder als der australische Ringer Andy Quan mitten im Ringkampf seine Kontaktlinsen verlor. Christine Gundlach, Pressesprecherin der EuroGames, erzählt sehr mitreißend von ihrem Stolz, bei dem Event dabei gewesen zu sein, und der gleichzeitigen Trauer darüber, von ihrer Mutter nicht als Lesbe akzeptiert zu werden. Einen eisernen Willen bewies der Leichtathlet Stanislav Damitrov Tanchev aus Bulgarien, der sich aufgrund der niedrigen Gehälter in seinem Heimatland den Traum von der Teilnahme an den Gay Games in Sydney nicht leisten konnte und alles daran setzte, 2004 in München mit dabei zu sein. Es geht um Liebe, um Schmerz, aber auch um die zunehmende Kommerzialisierung der Spiele und um die Frage, ob die schwul-lesbischen Sportevents nicht eher zu einer Abschottung der Community führen.
Zusätzlich zu den zahlreichen Erlebnisberichten gibt es Grußworte von Grünen-Chefin Claudia Roth und Berlins Regierendem Bürgermeister Klaus Wowereit, ein Interview mit Jimmy Sommerville, der mit einem LiveAct in München dabei war, und eine Chronologie der Gay Games und der EuroGames. Künstlerische Schwarz-Weiß-Fotos runden das gebundene Buch ab, das auch für Leser, die sich eigentlich nicht für Sport interessieren, absolut zu empfehlen ist. |
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