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 53.00CHF  Pal Beluszky, Historische Geographie der Grossen Ungarischen Tiefebene
[Artikelnummer: 3-939337-11-0]
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Die Große Ungarische Tiefebene, in der Mitte des Karpatenbeckens gelegen, umfasst eine Fläche von 100 000 km2. Die Fachliteratur, aber auch die Öffentlichkeit ist von einem einseitigen, wenn nicht gar falschen Bild geprägt, was die Siedlungen und die Gesellschaft der Tiefebene betrifft. Ziemlich einstimmig ist man der Meinung, dass die Tiefebene eine rückständige Landschaft ist, die sogar einen östlichen, »asiatischen« Charakter aufweist. Dieses Buch sucht nach dem Grund, der Wurzel des einzigartigen tiefländischen Charakters. Die natürlichen geographischen Grenzen der Tiefebene markiert eine Höhenlinie auf 200 m ü. M., die im Großen und Ganzen zwischen der Tiefebene und den Karpaten (im heutigen Ungarn dem Nördlichen Mit- telgebirge), dem Bihar-Gebirge, dem südlichen Teil der Karpaten und dem Balkanmassiv verläuft. Die Fläche der Tiefebene ist ein einheit- liches, ununterbrochenes, durch Auffüllung nivelliertes Flachland, des- sen Terrain sich innerhalb seiner Grenzen nicht über 200 m erhebt. Auf den alten Karten erscheint die Tiefebene als vielfältiges Mosaik der Landschaftstypen (Moore, Sümpfe, kleine Bächlein, tote Flussarme, Flutgebiete, Lößgebiete bzw. Sandrücken). Nach dem Vertrag von Trianon, der die Grenzen Ungarns nach dem Ersten Weltkrieg festlegte, blieb nur der kleinere Teil von ungefähr 45 000 km2 der einst als »Herz des Landes« bezeichneten, etwa 100 000 km2 großen Tiefebene inner- halb des heutigen Ungarn.

Der Autor

Erschienen im Mai 2006
Seite 280 , Hardcover, 16,8 x 24,4 cm, zahlreiche Fotos und Illustrationen
ISBN 3-939337-11-0

Inhalt EINFÜHRUNG:
EIGENHEITEN DES SIEDLUNGSSYSTEMS DER GROSSEN UNGARISCHEN TIEFEBENE 7
DIE HAUPTMERKMALE DER ANDERSARTIGKEIT DER TIEFEBENE 15
DER RAUM DES „TIEFLÄNDISCHEN WEGES“ – DIE GRENZEN DER TIEFEBENE 23
ERKLÄRUNGSVERSUCHE DER TIEFLÄNDISCHEN EIGENHEITEN 29
Der erste „Verdächtigte“: die (Natur)Landschaft 29
Der tiefländische Weg – ein nomadisches Erbe 50
Die Tiefebene – eine verspätete („rückständige“) Landschaft 53
Die Tiefebene – die Peripherie 56
Die Tiefebene – ein Grenzland 58
Die Tiefebene – eine Region mit einer besonderen gesellschaftlichen Entwicklung 60
DIE ENTSTEHUNG DER MARKTFLECKEN DER TIEFEBENE UND IHRE LAGE ZUR ZEIT DER TÜRKENHERRSCHAFT 75
Die Anfänge der ungarischen Stadtentwicklung 75
Die Marktflecken der Tiefebene im 15., 16. und 17. Jahrhundert 79
Die Rechtsstellung der tiefländischen Marktflecken 79
Die Wirtschaft der Marktflecken der Tiefebene 86
Größe und Nutzung der Flur 92
Die städtischen Funktionen der Marktflecken 101
Die Gesellschaft der Marktflecken 106
Die Marktflecken und die Reformation 110
Die Marktflecken und die freibäuerliche Entwicklung 115
Die Mehrgliedrigkeit der Siedlungen – Marktflecken mit Stallgärten 117
Der Marktfleckenbestand zur Zeit der Türkenherrschaft 137
Die Bilanz der Türkenzeit in der Tiefebene 151

JAHRHUNDERTE MIT JANUSGESICHT – DIE TIEFEBENE UND DIE MARKTFLECKEN NACH DER VERTREIBUNG DER TÜRKEN BIS ZUM ANFANG DER BÜRGERLICHEN EPOCHE (1848) 155
Die Bedingungen der Siedlungsentwicklung in Ungarn nach der Vertreibung der Türken 155
Die Entwicklung der Marktflecken der Tiefebene im 18. Jahrhundert 165
Der Marktfleckenbestand im 18. Jahrhundert 165
Die Refeudalisierung und die Marktflecken 175
Der Fortbestand des „Siedlungssystems mit Marktfleckencharakter“ 180
Der Wandel in der Flurnutzung 181
Die Entstehung und Verbreitung des Wirtschafts- und Siedlungssystems der Einzelhöfe in der Tiefebene 183
Die Merkmale des tiefländischen Siedlungsbestandes im letzten Jahrhundert des Feudalismus 203
DIE NACHFOLGEGESCHICHTE DES „TIEFLÄNDISCHEN WEGES“ – DIE MARKTFLECKEN UND IHRE EINZELHÖFE IN DER BÜRGERLICHEN EPOCHE (1848–1945) 213
Voraussetzungen der Siedlungsentwicklung in Ungarn in der bürgerlichen Epoche 214
Die Marktflecken in der bürgerlichen Epoche 218
Das Schicksal der Einzelhofwelt in der bürgerlichen Epoche 230
DIE TIEFEBENE IN DER MODERNISIERUNG DES LANDES AM ANFANG DES 20. JAHRHUNDERTS 237
DIE VERÄNDERTE STELLUNG DER TIEFEBENE IN DER ZWISCHENKRIEGSZEIT 245
EPILOG 251
Anmerkungen 259
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